HÜLLEN

HÜLLEN

Die achte DisTanz-Produktion «Hüllen» gründet im Ungefähren und Ungewissen: Was sich unter einer den ganzen Bühnenboden bedeckenden Plastikfolie befindet, lässt sich vorerst nicht genau bestimmen und lediglich erahnen. Langsam schwindet die Folie in einer geheimnisvollen Bewegung. Bewegung auch unter der Folie und aus ihr heraus. Objekte, die sich als Erhebungen darunter abzeichnen, entpuppen sich als Papierkörper, die an Schoten oder Kokons gemahnen. Es spielt alles in einem Bühnenraum, der eigentlichen installativen Charakter aufweist, gebildet von Tanz, Requisiten und sichtbarer Live-Musik.

Der Solo-Tanz im Verbund mit der dezenten Perkussionsmusik ent-wickelt sich zu einem steten Ent-Hüllen, zu einem musikalisch-tänzerischen Aufbrechen, zu einer Befreiung. Der Zustand von etwas Gewesenem verwandelt sich in ein Neues, wieder Werdendes. «Hüllen» berichtet von einem Zustand des «Dazwischenseins». Das Stück verzichtet bewusst auf eine inhaltliche Vorgabe in der Narration. Vielmehr sollen Tanz und Musik den Raum öffnen für die eigenen Assoziationen des Publikums.

Premiere: Luzern, Südpol, 23.11.2011

Dauer: 50 Minuten

Beteiligte

Choreographie, Tanz, Objekte:

Beatrice Im Obersteg

Komposition, Perkussion: Markus Lauterburg

Künstlerische Begleitung: Hedwig Renggli

Auge von aussen: Tina Mantel

Licht, dramaturgische Beratung: Hansueli Trüb

Kostüm: Nuria Trüb

Wie stets ist es eine Augenweide, den präzis und spannungsvoll gesetzten Bewegungen der Tänzerin zu folgen. Im Obersteg ist Perfektionistin bis in die Fingerspitzen. Selbst ein einziger bewusst inszenierter Blick, den sie in den Zuschauerraum richtet, ist aussagekräftigste Geste.

St.Galler Tagblatt

Pressestimmen:

«Hüllen» stellt ab auf die Assoziation, ohne erzählerische Vorgabe. Dieses Offene gereicht dieser Bühnen-, Licht-, Musik- und Tanz-Poesie gerade zum Vorteil.  Kulturtipp

DisTanz sind seit fünf Jahren Garant für zeitgenössischen Tanz mit Live-Perkussion, der unter die Haut geht und dort eine zeitlang nachvibriert.  kulturteil.ch

Bild: Martin Stoll